04/2013 art magazine, Germany

Sehnsucht nach vergangener Groesse

Bis in die entlegenste Winkel hat der deutsche Fotograf Frank Herfort das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion bereist, um ein besonderes Phaenomen zu dokumentieren : Nach Regime-Zerfall hat sich republikuebergreifend ein seltsam pompoeser Architekturstil entwickelt, der die Aesthetik sowjetischer Wuchtbauten mit der westlichen Formensprache des 21. Jahrhunderts verquirlt.

Yearning for Past Grandeur

In documenting a unique phenomenon, the German photographer Frank Herfort has journeyed to the most remote areas of the former Soviet Union. After the collapse of the regime, a strangely pompous architectural style sprung up throughout the new republic. It conflates the aesthetics of monumental Soviet architecture with the Western language of form seen in the twentieth century.



11/2012 c´t Digital Photography - german photographer in Moscow / text by Juergen Rink

A decision six years ago to go to Moscow had far-reaching consequences for Frank Herfort: Russia is now the setting for his major artistic projects and he has become one of the country’s most sought-after photographers.

Frank Herfort has been criss-crossing Russia for the last four years, photographing its tallest buildings from every angle known to
architectural photography. Totally unlike conventional urban photos, his images of monstrously massive buildings with an overwhelming presence seem to come from another time and dimension. All these buildings have sprung up as if from nowhere, backed by the new financial elite that formed after the Soviet Union crumbled. There’s no doing things by halves here – these buildings are all about pomp
and circumstance and making a statement. Some of the settings, especially the Russian-style rental apartments, accentuate the singularity of the high-rises and the contrast between the two sides of modern Russian life. Towering over everything, these phantasmagorical structures look like something from a parallel universe. The series is titled ‘Imperial Pomp – Post Soviet
Highrise’. Whenever he gets a chance between assignments, Herfort hunts out these manifestations of megalomania. The photos
are spectacular, perfectly crafted and highly effective, mainly because most people have never seen anything like them. This is
photography ‘for the moment’ with no unnecessary emotion. Herfort’s most successful project so far takes a very different approach. ‘Time in Between’ portrays people in public waiting rooms in Moscow in a way that tells complete stories. The scenes seem to be frozen in time, with no beginning and no end; the moment lasts an eternity, and the painstaking composition brings out the otherworldly
atmosphere of the rooms. Elsewhere, waiting rooms look like waiting rooms, but the rooms that Herfort found in Moscow are wide open
to interpretation and he expertly exploits this ambiguity. ‘Time in Between’ was Herfort’s graduation project at the University of Fine
Arts in Hamburg in 2005 and won him multiple awards – quite a start to his career. He had actually intended to shoot the project while he was in London on a scholarship, but the necessary spark of inspiration was lacking, and Moscow had been beckoning for a quite a while. On the spur of the moment, he found a Russian-speaking assistant and set off for Russia in a car loaded with equipment. He lived there until 2011, but he is now based in Berlin. His other projects include ‘Russia at Home’, which takes a look inside the homes of the super-rich, and individual photographs such as the two reproduced on page 16. The photos for ‘Time in Between’ were shot using an analog 4x5” large-format camera, and the negatives were scanned before being color corrected digitally. Digital cameras with large-format backs were used for most of the post-Soviet mega-building photos. At 33, Frank Herfort has been extremely successful in the years since that spectacular final university project. Nevertheless, the majority of his time is devoted to commercial work. He presently spends only about 20 per cent of his time on his own art photography, though he plans to change this in the future. His advice to up-and-coming photographers? A firm foundation with a good degree and the usual internships is essential, but once the groundwork has been
done, you have to find your own path. Too many people look for inspiration in well-known role models and keep returning to study the classics. Herfort recommends a different tactic: look for your own ‘signature’, the thing that only you can do, and never give up the search.


2012 fotoMagazin edition 2nd issue / text by Ralf Hanselle

Frank Herfort: Russlands Neo-Imperialer Pomp

Als Frank Herfort im Jahr 2005 den BFF-Foerderpreis gewann, war der Laudator ueberwaeltigt: „Diese Bilder wirken raetselhaft.
Sorgsame Kompositionen und Beleuchtung verstaerken eine Atmosphaere, die eher auf offene Fragen verweist, als Antworten zu liefern.“ Damals hatte der 1979 in Leipzig geborene Fotograf gerade sein Studium an der Hamburger Hochschule für Bildende Kuenste abgeschlossen. Heute, gut sieben Jahre spaeter, hat sich Herfort etabliert. Neben großen Agenturen zaehlen auch namhafte Magazine zu seinen Auftraggebern. Was geblieben ist, das ist die Verraetselung. Auch auf Herforts juengster Serie „Imperial Pomp – Post Soviet Highrise“ ist sie praesent. Es sind Bilder von modernen russischen Architekturen: von Buerokomplexen, Shopping Malls und imposanten Hotel-Palaesten. Bauten, die zum Himmel wachsen oder einsam in der Gegend stehen. Zuweilen atmen sie noch den suesslichen Liebreiz der klassischen Zuckerbaecker-Architektur; den glatten Charme der Postmoderne. Im gegenwaertigen Russland scheint es diese post-sozialistischen Himmelstuermer an nahezu allen Orten zu geben: Natuerlich in den Metropolen Moskau und Sankt Petersburg – ebenso aber auch auf dem platten Land. Es sind diese kontextuellen Widersprueche, die Herforts Architekturaufnahmen eine ganz besondere Note geben: die Brachen und die verwelkten Idyllen im Umfeld dieser neuen Bauten. Die Menschen, die sich drumherum
bewegen. Mitten in die kasachische Hauptstadt Astana etwa hat der britische Stararchitekt Norman Foster einen 105 Meter hohen
Turm bauen lassen – eine baumfoermige Architektur, vollkommen heutig und doch leicht verkitscht. Eigentlich sollte der sogenannte Bajterek-Turm zum Symbol des neuen Kasachstan werden. Doch umklammert von kuenstlichem Gruen und nahezu menschlicher
Leere scheint er eher zur Metapher für einen post-sowjetischen Identitätsverlust geworden zu sein; zum Zeichen ohne Bezeichnung.
Es sind diese beilaeufigen Winzigkeiten, die Frank Herforts Fotografien eine zweite Ebene verleihen; die Fragen aufwerfen; die Raetsel
stellen. Bilder von ertraeumter, prahlerischer Reißbrett-Grandezza moderner „Baukunst“, von gebauten Utopien und ihrem kuriosen
Scheitern im gesellschaftlichen Alltag.


11 / 2012 c´t Digitale Fotografie / text by Juergen Rink

Seine Entscheidung, vor sechs Jahren nach Moskau zu fahren, hatte Folgen : Frank Herfort gehoert mittlerweile zu den gefragten
Fotografen in Russland und setzt dort seine kuenstlerischen Projekte um.

Seit vier Jahren reist Frank Herfort quer durch Russland zu Hochhaeusern und fotografiert sie nach allen Regeln der Architekturfotografie. Dass diese Bilder mit ueblichen Stadtansichten gar nichts gemeinsam haben, sondern wie aus Zeit und Raum gefallen scheinen, liegt an den grotesken Formen der Bauten und an ihrer schieren Wucht und Groesse. Es sind allesamt Immobilien, die von der neuen Finanzelite nach dem Zerfall der Sowjetunion aus dem Boden gestampft wurden: nicht kleckern, sondern klotzen, Prunk und Pomp. Die Umgebung, die in manchen der Aufnahmen zu sehen ist, zeigt oft russischen Mietwohnungsbau und unterstreicht
damit die Einzigartigkeit und den Gegensatz. Die alles überragenden Fantasiebauten sehen aus wie aus einer anderen Welt. Der Name der Serie: „Imperial Pomp – Post Soviet Highrise“. Wann immer er neben Auftragsarbeiten Zeit dafuer findet, macht sich Frank Herfort auf die Suche nach diesen Manifestationen der Großmannssucht. Die Bilder sind spektakulaer, handwerklich perfekt umgesetzt und wirkenvor allem deshalb, weil die meisten Betrachter so was noch nie gesehen haben duerften – Fotografie für den Augenblick, ohne große Emotionen. Ganz im Unterschied dazu positioniert sich Frank Herforts bislang erfolgreichste Serie „Time in Between“. Oeffentliche Warteraeume in Moskau sind mit Personen und Kompositionen so in Szene gesetzt, dass die Bilder Geschichten erzaehlen. Die Szenen wirken wie in der Zeit eingefroren, haben keinen Anfang und kein Ende, der Augenblick scheint ewig zu dauern. Das Mystische der
Raeume wird durch die sorgfaeltige Komposition noch verstaerkt. Anders als in Deutschland, wo ein Warteraum immer aussieht wie
einer und damit eindeutig definiert ist, lassen die Raeume, die Herfort in Moskau gefunden hat, viel Platz für Interpretationen und das nutzt er virtuos. „Time in Between“ entstand 2005 als Abschlussarbeit für die Hochschule für bildende Kuenste in Hamburg und wurde
vielfach ausgezeichnet – kein schlechter Start für den frisch gebackenen Profifotografen. Eigentlich sollte die Arbeit während eines Stipendiumaufenthalts in London entstehen. Doch die zuendende Idee fehlte und Moskau reizte den Studenten schon
lange. Kurzerhand schnappte er sich einen russisch sprechenden Assistenten und fuhr mit Auto und Ausruestung nach Russland.
Bis 2011 lebte Herfort dort, bevor wieder Berlin zunehmend in den Lebensmittelpunkt rueckt. Neben „Time in Between“ und "Imperial Pomp“ entstanden Serien wie „Russia at Home“, die Wohnungen der Superreichen zeigt, und Bilder wie „Holiday“ mit einer gelben Klapperkiste vor Kuehltuermen oder dem Hund im farbenfrohen Mietshausflur. Die Aufnahmen für „Time in Between“
machte eine analoge Großformat-Kamera (4" x 5"). Die Negative wurden gescannt und das Bild digital farbkorrigiert. Bei den postsowjetischen Hochhaeusern kommt vermehrt auch Digitaltechnik zum Einsatz mit Großformat-Rueckteilen. Frank Herfort ist 33 Jahre alt und kann seit seiner spektakulaeren Abschlussarbeit auf eine steile Karriere zurueckblicken. Dennoch geht der Großteil seiner Zeit für kommerzielle Arbeiten drauf, seiner eigenen Fotokunst kann er sich nur zu etwa 20 Prozent widmen – ein Zustand, den er in Zukunft aendern will. Sein Tipp für Nachwuchsfotografen? Eine solide Basis mit einer guten Ausbildung und den üblichen Assistenzen versteht sich von selbst. Doch wenn diese Basis gelegt ist, sollte man seinen eigenen Weg finden. Zu viele orientieren sich an Vorbildern, studieren die Klassiker immer wieder und davon raet Frank Herfort ab. Die eigene Handschrift, das Singulaere in sich selbst muss man finden. Und diese Suche darf nie zu Ende gehen.


2012 Imperial Pomp - Post Soviet Highrise / text by Matthias Schepp, Director Spiegel Moscow

In  my  capacity  as  a  correspondent  for DER SPIEGEL, I have worked on a number   of   occasions  with  photographer  Frank Herfort.  I  have  been particularly  fascinated  by  his  long-term  project "Imperial Pomp - post Soviet  Highrise"  on  post-Soviet  architecture.  This  architecture  is a manifestation  visible  to  all  of  the  birth  pains  experienced  in the countries that emerged after the fall of the Soviet Union.
As  part  of  the  project, Frank Herfort traveled across Russia and former Soviet  republics  like  Kazakhstan.  He  travelled by plane, train and the beloved  Volga  car that he purchased in Moscow to the extreme edges of the country,  including  Blagoveshchensk  along  the Russian-Chinese border. He photographed  the  country's  metropolises with populations of a million or more,  including  Moscow,  St.  Petersburg  and  Yekaterinburg. Some of the images  show skyscrapers that appear to have been thrown down to the earths by  the gods, set against sleepy, surrealistic backdrops. In one photo, the headquarters  of  energy  giant  Gazprom  rises  over rusty garages. And in others,  single photos of wooden houses standing next to skyscrapers bridge several hundred years of history.
Buildings  can  be  seen  that, at least in the eye of the Western European beholder,  are  bizarre, ostentatious and also exotic. In his work, Herfort adopts  the  classic  style  of  architectural  photography, working with a large-format   camera.   All  the  photos  are  authentic,  have  not  been manipulated  and they have been taken either during sunset or lighted up at night in order to emphasize the buildings' grandeur.
The  homes  are  reminiscent  of  outsized Soviet memorials. They evoke the longing  for  past  grandeur  and  the  current  ambition  to  exceed  that greatness. One of the more imposing Moscow apartment blocs that Herfort has photographed  carries the name "House of the Empire" and also thus provides the heading to the photographer's work.


Mit dem Fotografen Frank Herfort habe ich in den vergangenen Jahren mehrmals fuer den SPIEGEL zusammengearbeitet. Besonders faszinierte mich sein Langzeitprojekt ueber post-sowjetische Architektur (Imperial Pomp - Post Soviet Highrise). Insbesondere in der Architektur druecken sich die Geburtswehen der nach dem Zerfall der Sowjetunion neu entstandenen Staaten für alle sichtbar aus. 
Frank Herfort  hat dazu Russland und ehemalige Sowjetrepubliken wie Kasachstan  bereist. Er war unterwegs im Flugzeug bis nach Blagoweschensk an der russisch-chinesischen Grenzen, in Zuegen und gerne auch in seinem alten Wolga, den er in Moskau kaufte und mit dem er durch Russlands Weiten kurvte. 
Herfort fotografiere in allen Millionenstaedten Russlands, in Moskau, Sankt Petersburg und Jekaterinburg. Mal stehen Wolkenkratzer wie von Geisterhand auf die Erde geworfen vor verschlafenen, unwirklichen Kulissen. Mal erhebt sich die Zentrale des Energieriesen Gazprom über rostige Garagen. Mal ueberbrueckt ein einziges Foto mehrere hundert Jahre, wenn Holzhaeuser und Wolkenkratzer nebeneinander stehen. 
Konstruktionen sind zu sehen, skurill, pompoes, exotisch für das Auge des westeuropaeischen Betrachters. Im Stile klassischer Architekturfotografie arbeitete Herfort mit einer Großformatkamera. Alle Gebäude sind authentisch und unverfaelscht aufgenommen - entweder im im tief stehendem Sonnenlicht oder bei Nachtbelichtung, um ihren Glanz zu betonen. 
Die Haeuser erinnern an überdimensionierte sowjetischen Denkmaeler. Sie druecken die Sehnsucht nach vergangener Groesse aus und den Ehrzgeiz, alte Groesse noch zu übertreffen. Eines der imposanten Moskauer Wohnhaeuser, das Herfort abgelichtet hat, traegt den Namen "Haus des Imperiums" und hat so die Ueberschrift zur Arbeit des Fotografen. 



05 / 2012 Photonews / text by Anna Gripp

Wer an die Architektur der ehemaligen Ostblockstaaten denkt, hat meist riesige Wohnsilos vor Augen oder die Extravaganzen sozialistischer Moderne, wie sie noch 2011 in zwei Fotobuechern dokumentiert wurden: „Cosmic Communist Constructions
Photographed“ von Frederic Chaubin (Taschen) und „Sozialistische Moderne“ von Roman Bezjak (Hatje/Cantz). Der junge deutsche Fotograf Frank Herfort hat sich dagegen den aktuellen postsowjetischen Bauten in diesen Laendern gewidmet und zeigt damit, wie sich heute dort Macht und Geld in Architektur manifestieren. Anders als in vielen Downtown-Regionen westlicher Staedte stehen die neuen Hochhaeuser in Russland und seinen Nachbarstaaten haeufig als singulaere Erscheinungen in der Gegend
und wirken damit mitunter wie eine Fata Morgana. „Die Haeuser erinnern an überdimensionierte sowje tische Denkmaeler. Sie druecken die Sehnsucht nach vergangener Groesse aus und den Ehrgeiz, alte Groesse noch zu uebertreffen“, wie Matthias Schepp, Leiter des Moskauer SPIEGEL-Bueros,schreibt. Frank Herfort verstaerkt diese Atmosphaere, indem er bewusst Gegensaetzliches in seine Bilder integriert, wie alte Holzhaeuser, schaebige Autos und Lastwagen oder einen improvisierten Grillplatz. Damit sind viele Aufnahmen kaum als werbliche Architekturfotografien geeignet, obwohl sie nach allen Regeln des fotografischen Handwerks perfekt mit der Großformatkamera realisiert wurden. Das Ergebnis sind Bilder, die aesthetisch und widerspruechlich zugleich sind und die gerade deshalb haften bleiben.

2011 Korea PHOTO+ magazine

2010 Victor magazine by Hasselblad / text by Christine Defrance :

Zuweilen wirken die Bilder von Frank Herfort geradezu surreal. Und dennoch sind sie auf den ersten Blick sehr geradeaus, geradlinig.
Nach eingehender Betrachtung erschließt sich in seiner Bildsprache dann eine gewisse Ironie. Man kann nicht umhin, die intelligenten, oft Fragen stellenden Geschichten in seinen freien Arbeiten zu bemerken. Frank visualisiert in seinen Bildern die individuellen Befindlichkeiten von Personen und die Melancholie von Raeumen und Orten. Vielleicht laeßt er den Betrachter vielmehr mit offenen Fragen zurück als Antworten zu geben. Frank Herfort lebt und arbeitet in Moskau und Deutschland. In Russland entstand auch seine im nationalem und internationalem Kontext ausgezeichnete Diplomarbeit. Frank Herfort 1979 in Leipzig geboren,
studierte an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Dort assistierte er bei verschiedenen Webefotografen.

2009 Chines Photography Magazine

2/2006 Photonews / text by Anna Gripp

Fotografen werden gerne als Jaeger und Sammler bezeichnet. Dabei gibt es, auch bei Fotografien im dokumentarischen Stil, immer mehr Bildautoren, die nicht mehr als rasende Reporter bzw. Flaneure durch die Gegend ziehen oder sich mit viel Geduld an einem Ort postieren, immer auf der Suche nach der besonderen Situation, dem entscheidenden Moment. Heute werden ‘Wirklichkeiten’ gerne konstruiert. Die Moeglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung können dabei eine Rolle spielen, müssen es aber nicht.

Auch Frank Herfort setzt seine Blicke auf die Welt nicht unmittelbar in Bildern um. Als ihm bei einem Besuch in Moskau die, wie er schreibt, „merkwürdig melancholischen Seelenzustaende der Menschen dort“ auffielen, beschloss er, hierzu eine Bildserie zu fotografieren. Mit Mittel- und Grossformatkamera sowie Blitzlicht reiste er erneut an, um seine Bildideen perfekt umzusetzen.
Ausgangspunkt waren zunächst Raeume, die in ihrer Funktion oft unbestimmt bleiben und von einem spannenden Stilmix gepraegt sind. Steinwaende aus Marmor, dunkles Holz, aber auch billiges Holzfurnier, biedere Vorhaenge und Plastiktaschen. Vor Ort angetroffene Menschen wurden in Szene gesetzt, dennoch wirken diese Bilder nicht im üblichen Sinne gestellt, sondern vor allem raetselhaft. Sorgsame Kompositionen und Beleuchtung sowie die bestechende Bildschaerfe verstaerken eine Atmosphaere, die eher auf eine ungewisse Zukunft und offene Fragen verweist, als Antworten zu liefern.
Mit der „Zwischen...Zeit“ genannten Serie schloss Frank Herfort Anfang 2005 sein Studium an der Hochschule für bildende Kuenste Hamburg bei Prof. Wilhelm Koerner ab. Die Serie wurde mit dem BFF Foerderpreis ausgezeichnet und im Sommer 2005 bei Gruner + Jahr in Hamburg ausgestellt. Außerdem gewann Frank Herfort den Kodak Nachwuchs Foerderpreis 2005/1 und konnte mit dieser Foerderung sein Projekt fortsetzen. Die folgenden, hier präsentierten Bilder entstanden 2005 meist in St. Petersburg. Auch dort, in oeffentlichen Innenraeumen, fand der Fotograf jene unbestimmt melancholische Atmosphaere vor, die er in seinen Bildern verdichten konnte. Nachtraegliche Bearbeitungen, wie z.B. das Entfernen von Schriften, verstaerkten die kryptisch-surreale Wirkung der Szenen.
Die Menschen sind meist von der Kamera abgewandt oder sogar hinter einem Vorhang versteckt. Selbst wenn sich erahnen laesst, was sie in diesen Raeumen tun, bleibt ihr Handeln geheimnisvoll. Es scheint, als wuerde sich alles und jeder in einer Art Schwebezustand befinden, einer „Zwischen...Zeit“.


2006 Museum fuer Kunst und Gewerbe Hamburg / Museum for Art and Trade Hamburg,
text by Prof. Dr. Wilhelm Hornbostel

Wondrous worlds waiting for something to happen. For his project “time in between”, the Leipzig-born photographer staged scenes of inner states of the soul in a surreal (artistic) space. The whole world is frozen in a condition of waiting. The people on these photos seem to be totally absorbed in a deep, paralyzing, enchanted slumber. And we have the uncanny sneaking feeling that this time there is no prince on his way to kiss them awake again. “This moment of life here could go on for ever” remarks Frank Herfort, who staged his project “Blue Sky” in Moscow at the beginning of this year. The images make a surreal, absurd impression; they raise more questions than they answer. “The storyline, these absurd constellations, develops out of the relationship between the people in the photos and the space around them,” comments the Leipzig photographer, explaining his diploma project at the Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. The seminal idea for it came to him during a stay in Russia two years ago, at a time when he was beginning to develop an interest in the aesthetic aspect of public spaces. “In Western Europe everything is so neatly defined, so specific. A waiting room is a waiting room, an office is an office. In Russia, in contrast, rooms are open to interpretation, many-layered and not so prettified. And I also noticed that there seem to be many more people just sitting around in them. None of them seems at first sight to know what they are doing there. I tried to integrate people like that into my pictures.”For this, Herfort chose subtle settings with people whom he met at the scene and asked whether they would be willing to let him photograph them in the poses he wanted. Thus, in “time in between” what we see are not classic portraits and individual emotional states. Herfort makes intuitive use of the often melancholy atmosphere of a location, influenced by building materials such as marble and dark woods, in order to give emotional states and themes such as isolation and stagnation visible expression. He finds the Russian soul mirrored (in a double sense) in these images of the Russian urban population, just as the artist-princes such as Repin or Surikov once did - and finds himself quoting the tradition of the painters almost by accident. He arrived in his own car with lighting equipment, a medium and a large-format camera in his luggage to capture these temporally undated images. The ”time in between” in these pictures is nothing more than a distant dream of another time, far, far away.



14/ 09/2005 British Journal of Photography / text by Sarah Lally

"From Russia with love"

The BJP Photographic Award was this year scooped by the young German graduate FRANK HERFORT, whoose images of Moscow citizens show maturity beyond his years, finds Sarah Lally

Young German photographer and recent graduate Frank Herfort got the idea for his BJP prize-winning project Time In Between two years ago on a trip to Moscow. But although he had to wait for the idea to come to fruition, the images show that it was well worth the long gestation. " I noticed many people standing or sitting alone in public spaces like the railway station or museums and I thought that it would be an interesting subject, " he says. " What they were waiting for in this strange environment was unclear, but I wanted to try and capture the moment." Herfort was captivated by Moscow and it proved to be an excellent canvas. " I love the style of Moscow", he says. " It is more reduced, more original. You get different impressions, different shapes and different colours than in Western Europe.
"In practical terms Moscow also has the largest population, which meant there was more opportunity to take photographs", he continues. " Other Russian cities you can exhaust in a short time, but in Moscow there is much to explore. I spent many days travelling the city without my equipment, just writing my observations down and noting locations I wanted to use."

Herfort set out on the journey from his home in Hamburg in mid-December 2004. From there he drove across Eastern Europe with his Russian-speaking assistant and his camera equipment, which took up most of the boot and back seat of his car. Mentally he aimed for a paired-down approach too, wiping his mind of preconceptions. " There are so many photographers that inspire me - Richard Avedon, Martin Parr, Gregory Crewdson and Martin Kollar to name a few. But for Time In Between I wanted a completely blank slate. " I cut myself off from outside influences during the project - I thought it was important to be entirely focused on work. I had no phone or email and I didn`t speak to my friends so that I could concentrate completly on what I wanted to achive." But although Herfort tried to keep his approach simple, it was also carefully thought-out. " It was important to me that my photographs were not just quick snapshots," he says. "Each shot had to have an interesting composition and the right lighting and I would always spend between 30 minutes and an hour setting up the equipment, location and subject. I used a combination of a medium format 6x6 camera and a large format 5x4 inch camera, all with colour negatives. Herfort also had to carefully plan his images to get them past the Russia authorities. " The initial few days were the most difficult part of the entire project," he says. " You need a visa to enter the country but you must also register the visa and get it stamped within three days of your arrival. The problem was , no-one could tell me where I needed to get this done. I was visited by the police on a number of occasions and even fined because I had not done it in time. It was a big problem." But the experience has not tainted Herfort´s love of Moscow. He is learning Russian, and hopes to return to Moscow in October. " I´m going to go back and look for some job opportunities," he says. " I will sign up to several agencies. That will allow me to continue Time in Between in other countries, so that I can explore my subject with different perspectives."
Herfort is well used to working abroad, and in fact heard of the BJP competition whilst working on placement in London as a part of his final year. " At the moment I am based in Hamburg but I can imagine working in cities such as London if the right job came up", he says. And before Herforts embarks on another journey across Europe, he is sheduled for one more visit to London, " I am looking forward to my exhibition, although it will be a very quick visit, flying in and out of the country for just one day before travelling to Moscow through the Ukraine, " he says. " I am looking forward to getting out and taking some pictures, hopefully as a professional photographer." BJP


2005 BFF - Foerderpreis / BFF - Promotion Award text by Prof. Manfred Schmalriede

Frank Herfort works in the most discreet way. His pictures do not appear to be specially staged, because people waiting in rooms are not a rare occurrence. Nonetheless the locations are largely constructed through the pictures.
Frank Herfort selected for his diploma work "Zwischen..Zeit" / "time in between" the topic of "Surreal man-room portraits in public interiors in Moscow" . Rather strangly worded, yet it provides a valuable indiction of his intentions. He uses the term " surreal " as it become established in everyday language and employs it to describe the pecliar situations of people waiting in public spaces which he experienced in Moscow. They " appear to be in a hypnotic, quasi waiting mode, whereby it remains unclear what they are waiting for and why" . Waiting for Godot ? It seems to me that the true dimension of the surreal is created by the complex constructions of the rooms which appear differently in the pictures. We look out of a room through a window onto a group of women and men who appear sitting in another room. The window frame creates the impression of a mirror or large photograph. The room opening out towards the observer appears to be concrete whereas the window seems to be a picture. The effect of another photograph is very similar. The room opening out of the centre of the picture is obviously created by a mirror. The rooms are photographed so that further rooms arise. Herfort always placed the people waiting in one fragment of a room. The interconnecting rooms, their realities which often appear diverse, are obviously the result of a conscious choice of the locations and positions from which the photographs were taken. The constructions have been precisely staged from a photographical viewpoint. Taken with a medium or large format camera and flash light and then freed from all distracting details by retrospective computer processing, these photos are depictions one the one hand , and yet on the other they are pictures which organise what is depicted. And what is depicted corresponds to our experience of reality. The pictorial transforms what is depicted into a second reality. The term "sur-reality" can certainly be used for this graduation. The photographer sees the isolation of the people in the rooms as an alienation of man which he stages through the alienation of "public interiors in Moscow" .

While on a visit to Moscow, Frank Herfort noticed people in public rooms who were looked in an undetermined, melancholic waiting mode. He was around and about with his camera, took a few photos which confirmed his idea of visualising this atmosphere in staged photographs - instead of strolling around the city, hopeful of encontering suitable situations. He returned with a medium and large format and a flash light in order to realise his pictorial ideas with perfection.
His starting point first of all was the rooms with a still undetermined function and characterised by an interessting mixture of styles. Marble stones wall, dark wood, but also cheap wooden veneer, petty bourgeois curtains and synthetic bags. People encountered on location were put in position, and yet these pictures do not appear to be staged in the normal sense but above all mysterious. Careful composition and lighting and brillant focus intensify an atmosphere which points to an uncertain future and unresolved questions rather than providing answers.



Am unaufaelligsten geht Frank Herfort zu Werke. Seine Bilder scheinen nicht eigens in Szene gesetz zu sein, denn wartende Menschen in Raeumen sind keine Seltenheit. Dennoch sind die Orte wesentlich durch die Bilder konstruiert.
Frank Herfort hat für seine Diplomarbeit "Zwischen...Zeit" das Thema " Surreale Mensch-Raum Portraits in oeffentlichen Moskauer Interieurs" gewählt. Ein wenig verquer formuliert, dennoch ein brauchbarer Hinweis auf seine Absichten. Er benutzt den Begriff "surreal" wie er im alltaeglichen Sprachgebrauch etabliert ist und beschreibt damit die eigentuemlichen Situationen wartender Menschen in oeffentlichen Raeumen, die er in Moskau erlebt hat. Sie "scheinen sich in hypnotischem quasi - Wartezustand zu befinden, wobei unklar bleibt, wieso sie warten und worauf. Warten auf Godot ? Mir scheint, dass die eigentliche Dimension des Surrealen durch die komplexen Konstruktionen der Raeume erzeugt wird, die in den Bildern unterschiedlich in Erscheinung treten. Wir sehen von einem Raum aus durch ein Fenster auf eine Gruppe von Frauen und Männern, die in einem anderem Raum zu sitzen scheinen. Durch den Fensterrahmen entsteht der Eindruck, es handele sich um ein Spiegel oder um ein großes Foto. Der auf den Betrachter hin geoeffnete Raum wirkt konkret, das Fenster dagegen wie ein Bild. Ganz aehnlich ist die Wirkung eines anderen Fotos. Der sich im Zentrum des Bildes öffnende Raum entsteht offensichtlich durch einen Spiegel. Die Raeume werden so fotografiert, dass weitere Raeume entstehen. Jeweils in ein Raumfragment hat Herfort die wartenden Menschen platziert. Die Verschachtelung der Raeume, ihre oftmals unterschiedliche erscheinende Wirklichkeiten, sind offensichtlich Folge einer überlegten Wahl der Orte und der Standpunkte, von denen aus fotografiert worden ist. Die Konstruktionen sind fotografisch praezise inszeniert. Mit eine Mittel- oder Grossformatkamera und Blitz aufgenommen, anschließend am Computer von ablenkenden Details befreit, sind diese Fotos einerseits Abbilder, andererseits aber Bilder, die das Abgebildete organisieren. Das abgebildete entspricht unserer Erfahrung von Wirklichkeit. Das Bildhafte transformiert das Abgebildete in eine zweite Wirklichkeit. Für diese Stufung kann durchaus der Begriff " Sur-Realitaet" verwendet werden. Die Isolation der Menschen in den Raeumen sieht der Fotograf als eine Entfremdung des Menschen, die er über die Verfremdung " oeffentlicher Moskauer Interieurs" in Szene setzt.

Bei einem Besuch in Moskau fielen Frank Herfort Menschen in öffentlichen Raeumen auf, die in unbestimmter, melancholischer Warteposition verharren. Er war mit seiner Kamera unterwegs, machte ein paar Aufnahmen, die ihn in seiner Idee bestaerkten, diese Atmosphaere in inszenierten Fotografien zu visualisieren - statt sich als Flaneur durch die Stadt zu bewegen, in der Hoffnung, passenden Situationen zu begegnen. Mit Mittel- und Großformatkamera sowie Blitzlicht reiste er erneut an, um seine Bildideen perfekt umzusetzen.
Ausgangspunkt waren zunächst jene Raeume, die in ihrer Funktion unbestimmt blieben und von einem spannenden Stilmix gepraegt sind. Steinwaende aus Marmor, dunkles Holz, aber auch billiges Holzfurnier, biedere Vorhaenge und Plastiktaschen. Vor Ort angetroffene Menschen wurden in Szene gesetz, dennoch wirken diese Bilder nicht im üblichen Sinne gestellt, sondern vor allem raetselhaft. Sorgsame Kompositionen und Beleuchtung sowie bestechende Bildschaerfe verstärken eine Atmosphaere, die eher auf eine ungewisse Zukunft und offene Fragen verweist, als Antworten zu liefern.



2005 Photo Technik International / text by Manfred Zöllner

Wundersame Welt im Wartezustand. Für sein Projekt „Zwischen…Zeit" inszenierte der Leipziger Frank Herfort in Moskau Seelenzustaende im surrealen (Kunst-)Raum.

Die Welt verharrt im Wartezustand. Die Menschen auf diesen Bildern scheinen in einen tiefen, laehmenden Dornroeschenschlaf
versunken. Und uns beschleicht das seltsame Gefuehl, dass hier wohl niemand unterwegs ist, sie wachzuküssen. „Das Leben hier könnte ewig so weitergehen“, findet Frank Herfort, der sein Projekt „Time in Between“ zum Jahresanfang in Moskau inszenierte.
Surreal, absurd wirken diese Bilder, die mehr Fragen zu stellen scheinen, als sie Antworten geben. „Die Geschichte, diese absurde Konstellation, entwickelt sich aus dem Verhaeltnis der Abgebildeten zum Raum“, erlaeutert der gebuertige Leipziger sein Diplomprojekt an der Hamburger Hochschule für Bildende Kuenste. Die Konzeptidee dazu hatte er waehrend eines Russland-Aufenthalts vor zwei Jahren, als er begann, sich fuer die Aesthetik des oeffentlichen Raums zu interessieren. „In Westeuropa ist alles so klar definiert, so
konkret. Ein Warteraum ist ein Warteraum, ein Buero ein Buero. In Russland sind hingegen die Raeume mehrdeutiger, vielschichtiger und nicht so aufgehuëbscht. Außerdem fiel mir auf, dass dort viel mehr Menschen einfach rumsitzen. Keiner scheint auf den ersten Blick zu wissen, was sie dort tun. Solche Menschen versuchte ich in den Bildern zu integrieren.“ Dafuer waehlte Herfort subtile Inszenierungen
mit Personen, die er vor Ort ansprach und nach seinen Vorstellungen posen ließ. In „Time in Between“ geht es also nicht um klassische Portraits und individuelle Befindlichkeiten. Herfort macht sich die oft melancholische Grundstimmung eines Ortes, gepraegt durch Materialien wie Marmor und dunkles Holz, intuitiv zunutze, um Seelenzustaende, Themen wie Isolation und Stagnation zu visualisieren.
In seinem Spiegelbild (im doppelten Sinne) der Stadtbevoelkerung im Wartesaal findet er die russische Volksseele wie einst der
Malerfürsten wie Repin oder Surikow – und zitiert fast beiläufig die Malereitradition. Mit eigenem Wagen, Beleuchtungstechnik,
Mittelformat- und Großbildkamera im Gepaeck ist Herfort angereist, um jene zeitlich nicht definierbaren Bilder festzuhalten.



2002 Deutsches Historisches Museum Berlin / Text von Torsten Scheid
Ausstellung "Fuer immer jung - 50 Jahre Deutscher Jugendfotopreis " 2012 in Berlin

Eine Form der Mitteilung stellen zweifellos die Portraits mit dem Titel "Die Funker" dar, die Frank Herfort 2002 zum Wettbewerb eingereicht hat. Hier sind den eigentlichen Abbildern der besagten Funker Fotografien zur Seite gestellt, die Landschaften oder Gegenstaende - eine Trauerweide in Gewitterlandschaft, ein Aufhaengesystem für Waescheleinen oder einen mysterioesen Abdruck im Rasen - zeigen. Die streng formalisierte Gegenueberstellung der Aufnahmen generiert einen hochgradig subjektiven Blick auf den CB- Funk und seine Protagonisten. Das Verfahren ist ein fotografisches, doch der Effekt filmischer Natur. Er aehnelt einem harten Schnitt, bei dem aus der Montage zweier Bilder, ein drittes entsteht. Dessen Bedeutung entfaltet sich im Sinne Bathels als ein "stumpfer" oder "dritter" Sinn. Dieser laesst sich weder konkret benennen noch in den Bildern eindeutig lokalsieren. Die Bedeutung entsteht in einem Raum zwischen den Bildern und generiert sich im Geiste des jeweiligen Betrachters. Zweifellos entsteht durch die Gegenueberstellung der Bilder ein Art Ordnungssystem. Diese Ordnung ist aber weder universal noch nachpruefbar, sondern singulaer und hochgradig subjektiv. In geordneter Form führt uns Herfort die Unordung der Welt vor Augen. Es sei der Triumph des Fotografen, Ordnung aus dem Chaos zu schaffen, ohne dabei das Chaos zu verraten, hat der Fotograf Richard Avedon 1994 in einem Interview gesagt. Dass sich der Umgang mit fotografischen Bildern seither einschneidend veraendert hat, laesst sich auch an den Bildern des Deutschen Jugendfotopreises ablesen. Die gelungensten unter ihnen aber belegen nachdruecklich, dass dieses Postulat bis heute gilt.

Frank Herfort
photographer moscow
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